
Schamaninsmus ist eine uralte Praxis die in verschiedenen Kulturen auf der ganzen Welt existiert. Es basiert auf den Glauben an eine tiefe Verbundenheit zwischen Menschen und Natur, sowie die Existenz einer unsichtbaren, feinstofflichen Welt. Die Einfluss auf das Leben in der materiellen, grobstofflichen Welt hat.
Kräuter – vorallem zum Räuchern, Krafttier bzw. Krafttiere und Geistführer/in, Trommelreisen, Rituale und Zeremonien, Spirits und vieles mehr sind wichtige Elemente im Schamanismus.
2016 kam ich in der Ausbildung zur Raidho-Healing-Horses Trainerin das erste Mal mit Schamanismus in Berührung. Ich durfte meine erste Trommel-reise erfahren und war Wort wörtlich überwältigt. Unbedingt wollte ich mehr darüber Erfahren und bin heute sehr dankbar, diesen Weg gegangen zu sein und auch noch viele Jahre weiter zu gehen.

Der Schwarze und der Weisse Wolf
Eines Abends saß ein Indianer mit seinem Enkelsohn am knisternden Lagerfeuer. Der alte Indianer schaute nachdenklich ins Feuer. „Das Licht der Flammen und die Dunkelheit um uns herum, sind die zwei Wölfe die in unseren Herzen wohnen.“ Fragend schaute ihn sein Enkelsohn an. Der alte, weiße Mann begann eine Geschichte zu erzählen.
„Der eine, – der Schwarze Wolf ist böse.
Er arbeitet mit Angst, Ärger, Sorgen, Schuld, Lügen, Unterdrückung, Vorurteile, Eifersucht, Neid, Gier, Überheblichkeit, Arroganz, Feindschaft und Hass.
Er ist rachsüchtig, aggressiv und grausam.
Der andere, – der Weiße Wolf ist gut.
Er nutzt Zuneigung, Vertrauen, Aufrichtigkeit, Offenheit, Liebe, Wohlwollen, Güte, Verständnis, Mitgefühl, Freundschaft, Frieden, Rücksicht, Gelassenheit, Hoffnung, Großzügigkeit, Dankbarkeit, Wahrheit und Freude.
Dieser Wolf ist liebevoll, sanft und mitfühlend.
In jedem von uns lebt ein Weißer und ein Schwarzer Wolf.
Zwischen beiden Wölfen findet ein immer währender Kampf statt.“
Der Enkel schaute nachdenklich in die Flammen des lodernden Feuers. Er dachte über die Worte seines Großvaters nach. Nach einer Weile frage er:
„Sag, welcher der Wölfe gewinnt den Kampf?“
Der Indianer sah ihn eindringlich an und antwortete:
„Es gewinnt der Wolf, den du am häufigsten fütterst!“
